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Herzmuskulatur längs und quer
Ratte
Herzmuskulatur längs und quer
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Herzmuskulatur (Ratte)

Grundsätzlich ist der Aufbau der Herzmuskulatur mit dem der Skelettmuskulatur identisch (Sarkomere und der Funktionsmechanismus). Es gibt jedoch wichtige morphologische Unterschiede zwischen beiden Typen von Muskulatur.
Die Herzmuskulatur besteht aus verzweigten, zylindrischen, meist einkernigen Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) mit einer Größe von 100 μm. Der Kern liegt im Zentrum der Zelle. Mitochondrien sind zahlreich und liegen in Reihen zwischen den Myofibrillen. Auffallend ist ebenfalls die große Menge an Kapillaren um die Herzmuskelzellen herum.
Die Kardiomyozyten bilden ein 3D-Netz und sind durch mechanische Haftkontakte und Gap junctions verbunden, die eine Übertragung des Aktionspotentials auf den gesamten Zellverband ermöglichen
Das sarkoplasmatische Retikulum ist wenig ausgeprägt und es finden sich weitlumige T-Tubuli. Die T-Tubuli umgeben die Myofibrillen in Höhe der Z-Scheibe. Die Kontakte zwischen sarkoplasmatischen Retikulum und T-Tubuli sind auf kurze Dyaden reduziert (ein SR-Schlauch und ein T-Tubulus; bei Skelettmuskulatur Triade mit 2 SR und 1 T-Tubuli).
Das Aktionspotential, das die Kontraktion einleitet, wird durch ein eigenes Erregungsbildungszentrum generiert.
Eine weitere Besonderheit der Herzmuskelzellen sind die Glanzstreifen (Discus intercalaris), an denen zwei Herzmuskelzellen mit ihren Enden aneinander stoßen und Haft- und Kommunikationskontakte bilden. Im Präparat fallen Glanzstreifen als stark angefärbte Linie auf, die meist treppenförmig und quer durch mehrere Herzmuskelzellen hindurchziehen.
Bei dauerhafter Mehrbelastung kann es zur Hypertrophie der Kardiomyozyten kommen.
Nach der Geburt werden Kardiomyozyten postmitotisch, daher kann es nicht mehr zu einer Zunahme der Zellzahl kommen. Eine Regeneration ist ebenfalls nicht möglich, da keine Satellitenzellen vorhanden sind.